Location-Based-Services in der Werbung
Mit dem immer weiter voranschreitenden Durchbruch des mobilen Internets, sind auch die Möglichkeiten der mobilen Datennutzung gestiegen. Mithilfe moderner Smartphones kann von überall auf das Netz zugegriffen werden. Location-Based-Services oder kurz LBS, sind eine dieser eben angesprochenen Chancen. Was jedoch sind aber LBS und wie können sie im modernen Marketing eingesetzt werden?

Location-Based-Services

LBS sind Mobildienste, die ihre Nutzer mithilfe von Positionierung orten können. Meist wird dies unter Zuhilfenahme von GPS, dem Global Positioning System, erreicht. GPS nutzt ein globales Satellitensystem zur Positionierung von Personen und Objekten. Eine weitere Möglichkeit zur Bestimmung der Position mit einem mobilen Gerät, hier meist Smartphones, stellt die Ortung über das Funknetz der Mobilfunkbetreiber dar.

Location-Based-Services im Marketing

LBS kann in den Kontext des Social Media Marketings eingeordnet werden. Der Nutzer bekommt zum Beispiel standortbezogene Tipps und Angebote für seine Stadt. Als Plattform für diese Werbung dienen meist Programme (sog. Apps) für Mobiltelefone, wie zum Beispiel Foursquare, Gowalla oder Places von Facebook. Vorreiter in dieser Form des Marketings ist beispielsweise die Firma Starbucks, die schon früh als „early adopter“ mit LBS experimentierte und dies noch immer tut.

Möglichkeiten von LBS

Eine Möglichkeit für die standortbezogenen Dienste stellt die Anzeige von Werbung in verschiedenen lokalisierten Social Networks dar. Der Kunde, der für das Einstellen seines Status mit Incentives belohnt wird, wird so geobasiert umworben. Der Verbraucher erhält keine Massenwerbung, sondern auf seine Bedürfnisse zugeschnittene Werbung. Der Benutzer hinterlässt ein Profil, das später ausgewertet und für noch passendere Werbung genutzt werden kann. Auch Programme für eine spielerische Nutzung, im Rahmen von kleinen Games mit eingebauten Incentives, sind möglich.

Die Zukunft von standortbezogener Werbung

Noch werden die LBS nicht so stark genutzt, als dass sich von einem Trend sprechen lässt. Die Nutzung der standortbezogenen Dienste hat erst vor einiger Zeit begonnen und noch ist die Vermarktung auf Ihnen recht experimentell. Die britischen Marktforscher ABIresearch haben laut Computerwoche jedoch prognostiziert, dass Unternehmen bis zum Jahr 2015 ca. 1,4 Milliarden Euro für Werbung in Location-Based-Services ausgeben werden. Wer jetzt schon mit den Möglichkeiten dieser neuen Technik experimentiert, hat natürlich den Vorteil der Erfahrung, wenn diese Werbeform etabliert ist.